Wer zum ersten Mal Muffins backt, stolpert womöglich über die Zutat Natron im Muffinrezept und wird vielleicht enttäuscht das Backen sein lassen. Denn wer hat schon Natron zu Hause? In vielen Muffinsrezepten ist dieses Natron aber dabei. Was macht das und kann man es weglassen?



Was ist Natron?

Natron ist ein weißes Pulver und ein Multitalent. „Für Küche, Haus und Reise“steht auf meiner Packung drauf. Man kann sich damit das Gesicht waschen, grünes Gemüse blanchieren und dabei bleibt das schöne Grün erhalten. Es bindet und neutralisiert Säuren und macht daraus Salze oder Sprudel (Blubber…). Auf Englisch heißt es Baking Soda. Und es ist ein Backtriebmittel. Man kann es anstelle von Backpulver verwenden. Und da wären wir schon bei den Muffins. Die brauchen ja ein Backtriebmittel, denn luftig und groß sollen sie werden.

Wo kauft man Natron?

Kaufen kann man Natron übrigens in der Apotheke oder auch manche Lebensmittelläden führen es.

Werden Muffins mit Natron besser?

Ob das Natron in den Muffins nötig ist, darüber liest man ganz unterschiedliche Dinge. Denn schließlich geben die Rezepte ja auch noch Backpulver als Zutat mit an. Oft findet man als Begründung, dass Muffins mit Natron lockerer werden als ohne. Andere meinen, das Natron käme daher, weil Muffins aus den USA stammen und dort gibt es anscheinend nicht dieses Backpulver, welches wir haben, sonder es wird das Baking Soda verwendet, auf Deutsch Natron.

Zu viel Natron in den Muffins soll aber auch nicht so gut schmecken.

Wir wollten es nun selbst wissen und haben ein Experiment gemacht. Wir haben 12 ganz einfache Muffins gebacken mit etwas Schokolade drin, die Zutaten findet ihr am Ende des Artikels. Die Hälfte ganz ohne Natron, die andere Hälfte mit einem halben Teelöffel Natron. Normalerweise wird pro Rezept ein halber Teelöffel Natron angegeben. Wir haben (da wir nur 6 Natron-Muffins gebacken haben) also die doppelte Menge Natron verwendet. Und hier das Ergebnis:

Die Muffins ohne Natron sind ein bisschen klein gewesen, aber noch o.k. Sie hätten etwas höher sein dürfen. Geschmeckt haben sie ganz gut und sind auch ohne Natron luftig genug gewesen.

Die Muffins mit Natron sind zwar größer geworden, sind aber nicht in die Höhe gegangen, sondern eher etwas über den Rand gelaufen. Die Form war nicht so schön, da haben die Muffins ohne Natron besser ausgeschaut. Sehr interessant fanden wir die Tatsache, dass die Natron Muffins stärker gebräunt waren. Einen kleinen Tick luftiger waren sie schon, was aber von den Testessern nicht unbedingt als angenehmer empfunden wurde. Und der Geschmack? Da war man sich uneinig. Die einen meinten eindeutig, sie würden komisch schmecken, und andere konnten keinen Unterschied herausschmecken.

Das Ergebnis also (zumindest für unser Rezept): Natron kann man getrost weglassen und zu viel davon ist eher bäääh!

Muffins mit und ohne Natron

Links die Muffins ohne Natron, rechts mit

 

Mufifns mit und ohne Natron

Vorne Muffin ohne Natron, hinten mit

Rezept Muffins ohne Natron

Und hier wie versprochen die Zutaten für das einfache Schoko-Muffins-Rezept. Zubereitung wie im Grundrezept für süße Muffins: erst die feuchten Zutaten (+ Zucker) verquirlen, dann die trockenen dazugeben und kurz verrühren. In die Förmchen füllen und 20-25 Minuten bei 175°C backen. Abkühlen lassen und evtl. dekorieren, z.B. mit Puderzucker bestreuen.

Rezept Muffins ohne Natron – Zutaten für 12 Muffins

250 g Mehl

1 Pck Backpulver

(evtl. 1/2 TL Natron)

2 frische Eier

1 Prise Salz

100 ml neutrales Öl

250 ml Buttermilch

150 g Zucker

100 g gehackte Schokolade

evtl. Fett fürs Blech oder 12 Papierförmchen

Schoko-Muffins

Einfache Schoko-Muffins

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